Heimatarchiv Worringen – Vorstand im Amt bestätigt

Es war eine äußerst harmonische Mitgliederversammlung des Worringer Heimatarchivs und von den aktuell 103 Mitgliedern konnte Vorsitzender Josef Heinz 27 Mitglieder begrüßen.
Nach den üblichen Regularien begann Heinz mit dem Bericht des Vorstandes, der aufgrund der zahlreichen Aktivitäten des Mitarbeiter-Teams sehr umfangreich war.
Ein Überlassungsvertrag mit dem Kölnischen Stadtmuseum und dem Kölner Stadtarchiv konnte abgeschlossen werden, was vom Vorstand sehr begrüßt wurde.
Viele Ausstellungstücke, die von Privatpersonen dem Archiv als Leihgabe zur Verfügung gestellt wurden, konnten nach Rück- und Absprache mit den Betroffenen, in eine Schenkung umgewandelt werden, was die Bestimmung der Eigentumsverhältnisse im Archiv wesentlich vereinfacht.
Paul Junker berichtete von drei Ortsführungen mit 93 Teilnehmern des Jahres 2018. Somit führten die Mitarbeiter des Archivs in den letzten 10 Jahren 20 Führungen mit insgesamt 1.524 Teilnehmern durch.
Auch die Fotoausstellungen und Vorträge im Sankt-Tönnis-Haus waren mit jeweils 90 Teilnehmern ausgebucht.
Jürgen Lange berichtete von Vorträgen im Seniorenheim, die bei den Teilnehmern sehr beliebt sind und positiv aufgenommen wurden.
Die neue Broschüre über die Aalschokker in Worringen und der Fronhofkalender fanden 2018 zahlreiche Interessenten. In den letzen 19 Jahren wurden rund 2000 Broschüren über die Geschichte und das Leben in Worringen verkauft.
Viele Aktivitäten der Archivmitarbeiter gibt es im Hintergrund, wie die aufwändigen Recherchen und Führung der Ortsfamilienbüchern des Kölner Nordens oder auch die umfangreiche Arbeit in den Räumen des Archivs an den Computern und die Archivierungen selbst. Viel wertvolle Arbeit wird hier im Stillen geleistet, die aber niemand sieht.
So war Josef Heinz auch voll des Lobes an seine rund 13 Mitarbeiter und Referenten, die in unzähligen Arbeitsstunden dafür sorgen, dass das Heimatarchiv immer wieder neue Aktivitäten, Vorträge und Publikationen anbieten kann.
Wenn auch die Einzelbesuche im Heimatarchiv leicht rückläufig waren, so wurden jedoch einzelne Ausstellungen, wie die Ausstellung „1200 Jahre Christentum in Worringen“, oft auch von ganzen Gruppen, sehr gut besucht.
Viele dieser Aktivitäten sind auch Grundlage für die Finanzierung des Heimatarchivs, denn alleine mit den Beitragseinnahmen und den Spenden, lassen sich die Kosten nicht bewältigen.
So konnte Kassenwart Dieter Engels auch einen positiven Kassenbericht vortragen und mitteilen, dass der Verein finanziell auf guten Füßen steht und die Entwicklung im Jahr 2018 positiv war.
Dass die Kasse ordnungsgemäß und lückenlos geführt wurde, konnten dann auch die beiden Kassenprüfer bestätigen. Der Kassenwart wurde, wie der gesamte Vorstand auch, dann einstimmig entlastet.
Die Neuwahlen ergaben, dass der alte Vorstand auch der neue Vorstand ist.
Josef Heinz (Vorsitzender), Jürgen Lange (Geschäftsführer), Dieter Engels (Kassenwart) und Heinz Boes (Protokollführer) wurden einstimmig in ihren Ämter bestätigt. Neben Thomas Büchel wurde Michael Chimiak als zweiter Kassenprüfer für die nächste Amtsperiode gewählt.
Josef Heinz teilte abschließend mit, was das Heimatarchiv für das Jahr 2019 an Aktivitäten geplant hat und hier zeigte sich bereits, dass er und seine Mitstreiter erneut ein volles Programm vor sich haben.
Eine neue Broschüre über Worringen ist in der Planung, ebenso wieder die beliebten Ortsführungen und auch einen neuen Kalender mit Worringer Motiven für das Jahr 2020 wird es wieder geben.
Neu im Programm wird eine Dokumentenshow sein, bei der es interessante Dinge zu sehen gibt, die nichts mit den üblichen Fotoausstellungen gemeinsam haben. Gespannt ist Josef Heinz auch auf eine Führung durch das Archiv, für die sich 25 Mitarbeiter des Stadtarchivs angemeldet haben.
Breits ab dem 27. März geht es gleich mit der nächsten Großausstellung weiter, die anlässlich des 70-jährigen Bestehens der „Worringer Kolpingsfamilie“ bis zum 22. Mai stattfinden wird.
Nach zwei Tagen des Umräumens geht es dann gleich mit der nächsten großen Ausstellung weiter, die das Thema Schwimmen und Turnen in Worringen beinhaltet.
Die beiden SG-Abteilungen Turnen (150Jahre) und Schwimmen (100 Jahre) feiern in diesem Jahr runde Jubiläen und aus diesem Anlass steht den Besuchern eine große gemeinsame Ausstellung vom 25. Mai bis zum 26. Juni zur Verfügung.
Somit ist die Auslastung der Mitarbeiter des Heimatarchivs auch für 2019 wieder gesichert und alle sind gespannt, wie die Resonanz zu den einzelnen Angeboten des Heimatarchivs ausfallen wird.
Willkommen sind dem Vorstand auch neue Mitglieder und Mitarbeiter. Interessenten können sich gerne vor Ort, telefonisch oder über die Internetseite des Archivs informieren.
Besucher sind mittwochs und nach Absprache auch außerhalb der Öffnungszeiten stets willkommen.
 
Text und Foto: Jakob Mildenberg
                                                                                                             
 

 

 

„70 Jahre Kolpingsfamilie Köln-Worringen“

 

Das Heimatarchiv Köln-Worringen präsentiert ab Mittwoch, 27. März 2019 eine Ausstellung zum Thema „70 Jahre Kolpingsfamilie Köln-Worringen“.

Hierbei werden zahlreiche Fotos, Artikel, Berichte und Exponate rund um die Geschichte der Worringer Kolpingsfamilie ausgestellt.

Die Ausstellung ist am Eröffnungstag, dem 27. März 2019 den Mitgliedern der Kolpingsfamilie vorbehalten und endet am 22. Mai 2019. In dieser Zeit ist die Ausstellung im Heimatarchiv, Breiter Wall 4, für die Öffentlichkeit jeden Mittwoch von 17.00 bis 19.00 Uhr zu besichtigen.

Wie immer können auf Wunsch auch Sondertermine vereinbart werden.

Wenden Sie sich hierzu an die Mitarbeiter des Heimatarchivs Worringen:

Telefon: 0221-785678 oder 0221-784850 - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Jakob Mildenberg

  • Was stand vor mehr als 50 Jahren über Worringen im „Fips“ ? (März 1960)

  • Im Fundus des Heimatarchivs befinden sich – auch für unsere Besucher zugänglich – mehrere nach Jahreszahlen gebundene Ausgaben „Rheinischer Anzeiger, Heimatzeitung für Köln-Worringen – Dormagen – Zons – Nievenheim und Umgebung.“                                          Hier eine Auswahl (Abschrift) aus dem Monat März 1960; wird fortgesetzt.

  • Auch in diesem Jahr wurde in Worringen wieder ein volkstümlicher Karneval gefeiert, diesmal unter der Herrschaft von Prinz Heinz 1. (Heinz Dünwald). Unter dem Motto „Drei Dag doll en Dur un Moll“ war der Rosenmontag natürlich wieder der Höhepunkt der närrischen Tage, der bei gutem Wetter durch die Straßen zog. Für Prinz Heinz 1., der schon manchen Worringer Rosenmontagszug gestaltete und der auch 1960 für den Zug verantwortlich zeichnete, war es eine Triumphfahrt ohne gleichen. Überall schallte ihm der Jubel der Narren entgegen, die dichtgedrängt die Bürgersteige des Zugweges säumten. Ein Kamellesegen ergoss sich über die Narrenschar, mit Blumensträußchen und Apfelsinen bunt gemischt.
  • Das Zentraltheater zeigt für die Erwachsenen: „Und ewig singen die Wälder“; das Union Theater für die Kleinen: „Schneeweisschen und Rosenrot“.
  • Im Heimatgebiet hat die Frage eifrige Diskussionen ausgelöst, ob es „Bayer Köln“ oder weiterhin „Bayer Dormagen“ heißen soll. Auch der Bau eines neuen Wasserwerkes in Dormagen hat zu diesen Diskussionsgesprächen geführt. Hier Auszüge aus Leserbriefen zu dieser Zeit: 1) Bei der Übergabe war das Gelände zu vier Fünfteln Worringer und zu einem Fünftel Dormagener Gebiet. Das Werk führte, wie vertraglich vereinbart, den Namen „Werk Worringen“. Diese Bemühungen der Gemeindeverwaltung Worringen, für die damals arme Gemeinde Industrie sesshaft zu machen, sowie die besonders während der Bauzeit im ersten Weltkrieg getragenen schweren Belastungen der Gemeinde zeigen, dass das Werk keinesfalls ohne große Opfer an die Gemeinde Worringen gefallen ist. Wer dabei Dormagen als die „Wiege des Bayer-Werkes“ bezeichnet, kann eben nicht für voll genommen werden. 2) Welche Gründe damals zu dieser Umfirmierung führten, entzieht sich meiner Kenntnis. Aber Worringen hat allen Grund zu sagen, dass dies ganz bestimmt nicht fair war. Dormagen war in die Lage versetzt, das Fett von der Suppe zu schöpfen und hat dies verständlicherweise getan. 3) Es wäre aber an der Zeit, dass Worringen von den Voraussetzungen, unter denen es den Bau des Bayer-Werkes gesichert hat, auch jeden weiteren Ausbau ermöglichen muss, endlich auch etwas zu spüren kriegte.
  • Preiswerte Tapeten aus der Kollektion 1960 gibt es bei J. Neuhöffer, das bekannte Fachgeschäft am Platz für Tapeten, Farben und Bodenbelag in der Bitterstrasse 12.
  • Der Neubau der Evangelischen Kirche in Worringen wächst von Tag zu Tag. Schon Anfang Februar wurden an der Hackenbroicher Straße Planierungsarbeiten durchgeführt. Jetzt werden bereits die Beton-Tragsäulen für den Kirchenraum montiert. Mit der Fertigstellung des eigentlichen Kirchenraumes – man rechnet Ende des Jahres - ist aber nur ein Bauabschnitt abgeschlossen. An der Hackenbroicher Straße plant die Evangelische Kirchengemeinde Weidenpesch nämlich ein ausgedehntes Gemeindezentrum mit diversen Nebenräumlichkeiten.
  • Dachdecker- und Bauklempner Gesellen sucht Georg Löhr, Dachdeckermeister, Alte Neusser Landstr. 175.
  • Der Altmeister der Worringer Kaninchenzüchter erhielt jetzt eine besondere Auszeichnung. Dem 87jährigen Ehrenvorsitzenden des Worringer Kaninchenzuchtvereins Franz Hüsch („Kutschers Franz“) wurde die Goldene Ehrennadel des Landesverbandes Rheinland überreicht. Franz Hüsch gründete den Verein 1914. Mit ihm erhielten Fritz Hubrig, Fritz Keimel und Heinrich Brehme (alle aus Worringen) die gleiche Auszeichnung als Anerkennung für langjährige Tätigkeit im Vorstand des Vereins.
  • Auf der Jahreshauptversammlung des Schwimmvereins betonte der Vorsitzende Franz Weber, der Verein liege „sportlich fast am Boden“, weil kein sportgerechtes Bad mehr zur Verfügung steht. Schon 35 Jahre kämpfte der Verein für ein ordentliches Freibad, leider vergebens. Der Ausbau des Frohnweihers, in dem mit viel Mühe der Schwimmsport noch aufrechterhalten wird, lohnt nicht mehr, da bei Hochwasser die Verschlammung des Gewässers zu stark ist. Im vergangenen Jahr konnten auf sportlichem Gebiet nur eine Strommeisterschaft ausgetragen und ein vereinsinternes Schwimmfest veranstaltet werden. Daher konnten auch infolge der schlechten Trainingsbedingungen im vergangenen Jahr keine auswärtigen Schwimmfeste besucht werden. Da das Bad auch der Worringer Bevölkerung und den Schulen zur Verfügung stand, sind auch diese von der Situation betroffen. Im jetzigen Bade sei es aber unmöglich, Schwimmlehrgänge durchzuführen, vor allem sei aber auch die Unfallgefahr viel zu hoch. Viel Arbeit und Zeit hat der Verein in der Vergangenheit investiert, um allen Worringern das Schwimmen beizubringen, um damit die Unfälle infolge Ertrinkens zu reduzieren. Das sei auch geglückt. Seitdem das Worringer Bad bestehe, hätten sich die Unfälle im Rhein verringert. Ein neues Bad ist dringend vonnöten, die Kosten könnte durch finanzielle Beteiligung des Vereins, durch öffentliche Zuschüsse und der schwimmbegeisterten Worringer Bevölkerung zu einem großen Teil gedeckt werden. Für den Neubau eines Bades setzt sich auch der Stadtverordnete Arnold Zillikens ein, der auch ein entsprechendes Gelände zur Verfügung gestellt habe. Auf einer öffentlichen Versammlung will der SVW die Worringer Bevölkerung für dieses Projekt ansprechen.
  • Bekanntmachung: Die Kippe am Erdweg ist geschlossen. Schuttabladen ist bei Strafe verboten.

Erstellt:   Horst Winter – Heimatarchiv Worringen e.V.

 

Worringer Heimatarchiv sucht Fotos aus Worringen

Führungen durch Worringen weiterhin im Angebot

 

Der Vorstand des Heimatarchivs Köln-Worringen ist stets bemüht, das Leben in Worringen in Schrift und Bild zu dokumentieren und ist aus diesem Grunde permanent auf der Suche nach historischem, aber auch aktuellem Fotomaterial. Gesucht werden alte und neuzeitliche Fotos von Worringer Gebäuden, Straßenzügen, Objekten, Geschäfte (ggfs. mit Einrichtungen), Feierlichkeiten, Karneval, Theateraufführungen und Gaststätten, mit oder ohne Gäste. Auch Fotos aus der Natur im Worringer Umfeld, wie von der Rheinaue, dem Worringer Bruch oder auch vom Worringer Frohnweiher. Bürger, die derartige Fotos besitzen und diese zur Verfügung stellen möchten, wenden sich bitte an den Vorstand des Worringer Heimatarchivs.

Ferner bietet der Vorstand auch künftig Führungen im historischen Ortskern an, die für Gruppen ab 15 Personen zum Preis von 5,- € pro Teilnehmer angeboten werden. Diese Führungen sind besonders bei Anlässen wie Klassentreffen, Famlienfeiern etc. sehr beliebt, insbesondere auch, weil sich die Referenten der Führungen stets viel Mühe geben und neben den allgemeinen Informationen auch mit viel Wortwitz zum Thema begeistern.

Bei Interesse an den Führungen bitte Kontakt zum Vorstand des Worringer Heimatarchivs aufnehmen (Telefon: 0221-785678 oder 0221-784850 - Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!). 

 

Jakob Mildenberg

Worringer Heimatarchiv