Worringer Heimatarchiv zu Gast im „Historischen Archiv“

Heimatarchivmitarbeiter statten Gegenbesuch in Köln ab

                                                                                                                                             

Im September 2019 war im Worringer Heimatarchiv eine achtköpfige Delegation des Historischen Kölner Stadtarchivs unter der Leitung des Stellvertretenden Archivleiters, Dr. Ulrich Fischer zu Gast.

Zu diesem Zeitpunkt war, nach dem Einsturz des Archivs im März 2009, der Neubau des Historischen Kölner Stadtarchivs noch im Bau. Mittlerweile ist der Neubau am Eifelwall/Luxemburger Straße seit Juni 2021 fertig gestellt und der 2019 versprochene Gegenbesuch konnte am 05. Mai auf Einladung von Archivmitarbeiterin Konstanze Klein vollzogen werden.

Die 14-köpfige Worringer Delegation, angeführt vom Vorsitzenden Jupp Heinz, wurde ca. 1,5 Stunden durch Teilbereiche des Gebäudes geführt und von Konstanze Klein über den Einsturz von 2009 und dem langen Weg bis zum Neubau 2021 ausführlich informiert. In den letzten zwölf Jahren wurden rund 90 Mio. € alleine in den Neubau am Eifelwall investiert, wobei die Folgekosten, vor allem personalbedingt, um ein Vielfaches höher liegen. Waren im alten Stadtarchiv noch 35 Personen beschäftigt, hiervon lediglich ein (1) Restaurator, so beherbergt das imposante Gebäude heute 190 Mitarbeiter, von denen 35 als Restauratoren dauerhaft und langfristig beschäftigt sind.

Die Besichtigung eines Arbeitsplatzes der Restauratoren und die zugehörigen Informationen, waren sehr aufschlussreich und gaben einen interessanten Einblick in die Arbeit derer, die sich mit zerstörten Dokumenten, Büchern etc. über viele Jahre beschäftigen müssen. Unter Berücksichtigung von Raumtemperatur, Raumfeuchtigkeit und in Coronazeiten jeder Arbeitsplatz abgeschirmt vom nächsten Kollegen, wird hier eine Arbeit geleistet, die den Mitarbeitern viel Präzision und konzentrierte Arbeit abverlangt, und das über einen Zeitraum, der jetzt noch nicht wirklich bestimmt werden kann.

Leider durfte in diesen Räumen, wie in den meisten Räumen des Gebäudes nicht fotografiert werden. Besonders Fotos aus diesen Bereichen wären interessant gewesen, wie auch im Zentrum des Gebäudekomplexes, dem inneren Kubus, der sich über sieben Stockwerke erstreckt. Hier werden in sieben verschiedenen Klimazonen von minus 22 Grad Celsius bis plus 24 Grad Celsius gut abgeschirmt und geschützt, die historischen Dokumente dauerhaft archiviert. Gut geschützt und abgeschirmt liegt dieser Teil des Archiv inmitten der restlichen Gebäudeteile, in denen gearbeitet wird oder auch denen, wie der Leseraum oder die Ausstellung, die für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Leseraum und Ausstellung können von Besuchern auf Anfrage besucht werden.

Gerne hätte die Worringer Delegation mehr gesehen, aber alleine die zahlreichen Informationen und die Dimensionen des Gebäudes haben ihre Wirkung gezeigt und die Mitarbeiter des Worringer Heimatarchivs beeindruckt. Sollte es das Worringer Archiv eines Tages nicht mehr geben, weiß man, dass die hiesigen Ausstellungstücke dann im Kölner Archiv in guten Händen sind. Hierüber wurden bereits rechtzeitig Gespräche geführt und dokumentiert, welche historischen und bedeutsamen Dinge aus Worringen dann für die Zukunft erhalten bleiben.
 Wer sich für das neue Kölner Archiv interessiert, kann das mit Hilfe der nachfolgenden Medien machen:


www.stadt-koeln.de/historisches-archiv , www.facebook.com/historischesarchivderstadtkoeln ,                                                                          

www.instagram.com/stadt.koeln , www.youtube.com/user/Koeln , www.twitter.com/Koeln

 

                                                                                                                                                       

Text und Fotos: Jakob Mildenberg

Worringen vor der Eingemeindung

 

Ortsführung

 

Die Mitarbeiter des Heimatarchivs Worringen bieten in diesem Jahr, frei nach dem Motto: „Et jeit widder loss“, anlässlich der 100-jährigen Zugehörigkeit der Worringer zur Stadt Köln, eine Ortsführung am Sonntag, 22. Mai 2022 in Worringen an. Das Thema der Ortsführung lautet „Worringen vor der Eingemeindung“.

Die Führung beginnt um 10.00 Uhr am Fronhof, ehemals „Herrlichkeit von Worringen“ in der Sankt-Tönnis-Straße und endet am ehemaligen Bürgermeisteramt. Die Führung, geleitet von Josef Heinz und Paul Junker, wird im bei den Teilnehmern stets beliebten Dialekt, also „op Platt“ in Form von Verzällcher, Anekdötcher mit viel Historie durchgeführt. Zur Führung gehören auch die Inhalte des Eingemeindungsvertrages aus dem Jahr 1922. Die Führung dauert ca. 1 Stunde und kostet lediglich 5,-€.

Die Teilnehmerkarten sind an den üblichen Verkaufsstellen wie folgt zu erwerben:

Heimatarchiv, Breiter Wall 4, Getränke Adam, St.-Tönnis-Str. 134, Raumausstattung Wirtz, Hackenbroicher Str. 8.

 

Öffnungszeiten Heimatarchiv: Mittwochs 17:00 – 19:00 Uhr

www.heimatarchiv - worringen.de

Was stand im Mai 1975 über Worringen im „Fips“ ?

Im Fundus des Heimatarchivs befinden sich – auch für unsere Besucher zugänglich – mehrere nach Jahreszahlen gebundene Ausgaben „Rheinischer Anzeiger, Heimatzeitung für Köln-Worringen – Dormagen – Zons – Nievenheim und Umgebung.“ Hier eine Auswahl (Abschrift) aus dem Monat Mai 1975.

  • In der Friedenskirche Hackenbroicher Straße findet eine Gemeindeversammlung der Evangelischen Kirchengemeinde statt, in der Pfarrer Rosemeier, der sich um die durch Versetzung von Pfarrer Albrecht vakant gewordene Pfarrstelle bewirbt, seine Vorstellungen von der künftigen Arbeit in der Kirchengemeinde erläutern will.
  • Die Stadtratswahl in Köln für den Wahlbezirk 30/Nördliche Stadteile ergab folgendes Stimmenergebnis: SPD 7068, CDU 7594, FDP 1125. DKP 94, KPD und sonstige 0. Damit wurde Peter Paul Nesseler aus Worringen für den Stadtrat gewählt.
  • Die SG Worringen gewann bei den Reservisten des CFB Ford Niehl mit 3:2 Toren. Bis zum Seitenwechsel, beim Stande von 1:1, war die Partie offen und aufgrund der größeren Kondition im 2. Spielabschnitt ging der Gesamterfolg auch zu Recht an die SGW. Die Tore beim Sieger erzwangen Toeller (2) und Helm.
  • Auch in diesem Jahr führten Mitglieder der KG „Immerfroh“ ihre Vatertags-Tour durch. 20 Väter trafen sich an Christi Himmelfahrt auf dem Gutshof von Paul Hanssen, der ihnen für einen Ausflug ins Grüne Wagen und Traktor zur Verfügung stellte. Der bestens geschmückte und mit „Flüssigkeit“ und „Grillfleisch“ wohlbestückte Wagen setzte sich in Richtung Langel in Bewegung. Über die Rheinfähre Langel/Hitdorf ging es weiter nach Monheim, wo in der Gaststätte „Gut Ödstein“ eine Pause eingelegt wurde. Auch hier sorgte die Hauskapelle der Gesellschaft für die notwendige musikalische Begleitung. Über Baumberg, Stürzelberg und Zons ging es zurück in die Heimat.
  • Beim Radrennen „Rund um Köln“ wurde die B-Klasse von den Worringer Fahrern beherrscht. Rüdiger Schidlowski siegte hier und holte sich auch alle Prämien.
  • Mit Bedauern nimmt die katholische Kirchengemeinde St. Pankratius zur Kenntnis, dass Kaplan Nies seine Zelte in Worringen abbrechen muss, da er nach Waldbröl versetzt wird. Der als Nachfolger von Pastor Gelissen ernannte neue Pastor an St. Pankratius ist Gerhard Dane, der im September seinen Dienst antreten wird. Bis dahin leitet Pater Ildefons van Dijk, dem vom Kölner Erzbischof der Titel Pfarrer verliehen wurde, die Seelsorge.
  • Das Zentral Theater zeigt: „In meiner Wut wieg ich vier Zentner“ mit Lee van Cleef und Joe Lee.
  • Die Schwimmsportgemeinschaft Post/Worringen veranstaltete im Worringer Hallenbad einen interessanten Wettkampf, an dem die führenden Kölner Vereine, insbesondere Poseidon, Freier Wassersport, Rhenania, DJK Nord und TF Köln teilnahmen. Nach 49 Wettbewerben siegte Worringen in der Gesamtwertung vor Rhenania und Poseidon. Bei der männlichen Jugend überzeugten Markus Göth, Norbert Poir und Horst Winter, die weibliche Jugend wurde von den Geschwistern Birgit und Claudi Tomasin beherrscht, ferner glänzten Sabine Mehlhorn, Anke Annas, Angelika Günther, Eike Tautz und Sabine Pfeiffer.
  • Die Gaststätte „Zum Bierstübchen“ feiert Neueröffnung mit „Schöffen Kölsch“ und „Schultheis Pils“. Auf Besuch freuen sich Josef Schmitz und Frau Sybille.
  • In das Clubheim der SG/Erdölchemie/Bayer wurde eingebrochen und drei Pokale und zwei Plaketten wurden gestohlen. Da der ideelle Wert höher anzusetzen ist als der materielle, bittet der Vorstand die Bevölkerung um Mithilfe bei der Fahndung. Da die Pokale für die Diebe praktisch unverwertbar sind. Liegen sie möglicherweise irgendwo im Weichbild der St. Tönnisstraße noch dort, wo die Täter sie weggeworfen haben. Hinweise werden an die Polizei oder den SG Vorstand erbeten.
  • Unfallschäden Beseitigung bei Karosserie-Meisterbetrieb Max Hüsch, Brombeergasse 8, Ortsausgang Richtung Köln.

Erstellt:   Horst Winter – Heimatarchiv Worringen e.V.

Wussten Sie schon … ?

 

 

Worringer Leinpfad (Treidelpfad) am Rheinufer

Treidler zogen Barken und Boote stromaufwärts

                                                                 Fotos zum Vergrößern!


Wegen Ausgleichsmaßnahmen zur Umsetzung des Leverkusener Brückenbaus wurde eine großflächige 31 ha umfassende Einzäunung der Rheinauen im Naturschutzbereich veranlasst, so dass der freie Zugang zum geschichtsträchtigen Worringer Leinpfad möglich, aber eingeschränkt ist.

Der nördliche Teil des alten Worringer Rheinarmes wurde zu einem Hafenbecken umgestaltet, zu dem bereits in den zwanziger Jahren des vorigen Jahrhunderts von den Fabriken im Süden Dormagens Gleisanlagen hinführten. Das Hafenbecken selbst verlandete zunehmend und verlor seine wirtschaftliche Rolle. Noch 1872 querte hier der historische Leinpfad die Einmündung des „Pletschbach“ (im Volksmund Muttbach oder Pädsbach genannt). Der rund 7 m breite Treidelpfad, an dem die Schiffe an Tauen mit Pferden flussauf gezogen wurden, lief am Westufer eines Rheinarmes. Getreidelt wurde bis etwa Mitte des 19. Jahrhunderts, stellenweise auch noch länger, wurde jedoch mit der Dampfschifffahrt zunehmend überflüssig. Zum „Orth“, einer flachen Insel (jetzt Rheinwiese zwischen dem alten Hafen und dem Rheinufer), wurden Buhnen errichtet und zwangen den Rhein zur Sedimentationen. Deshalb entfernte sich der Leinpfad Richtung Worringen immer mehr vom heutigen Ufer.

       

Mancher Uferanlieger und Landwirt in Rheinnähe ergriff die Gelegenheit eines Nebenverdienstes, leistete als Pferdehändler den Treidlern Spanndienste. Für durstige Kundschaft richteten manche neben Pferdeställen auch Gastwirtschaften mit Übernachtungsmöglichkeiten ein, wo Treidler und Pferdeknechte am Abend Anker werfen, ausspannen und bei Kornbrand und Speisen sowie Futter für ihre Pferde Quartier nehmen konnten. An der Neusser Landstraße 391 und 396 befanden sich die Schankwirtschaften „Zur Wacht am Rhein“ (seit 1875, früher „Zur Rheinlust“) und   „Op der Ling“, nachher „An Libbede“ genannt. Die Bezeichnung „Libedde“ könnte einen Bezug zu Leihbetten für Treidler gewesen sein.
Das Treideln (von spät. lat. tragulare = schleppen) ist neben dem Segeln die älteste Transportmethode der Binnenschifffahrt. Auch auf dem Rhein gab es bis zur Mitte des 19. Jahrhunderts Lastensegler, die sich aber nur in bestimmten Gegenden und auch nur stromabwärts von selbst bewegen konnten. Außerdem vermochten sich Schiffe mit nicht allzu hohem Gewicht auch mit der Strömung treiben lassen.

Viel weiter verbreitet war aber das
Treideln, seit dem 8. Jahrhundert historisch belegt. Dabei wurden die Lastkähne vom Ufer aus von Pferdegespannen gezogen. Überall, wo der Rhein schiffbar war, hatte man an einem oder beiden Ufern wo immer möglich sog. Leinpfade angelegt. Mehr oder weniger schmale Wege auf denen die Pferde - durch teilweise bis zu 2“ (= 5,08 cm) dicken Hanfseilen mit dem Lastkahn verbunden - die Schiffe zogen. Wenn der Wind zum Segeln nicht ausreichte, mussten sich Menschen und Zugtiere in Halfter und Schultergurt legen, am Ufer entlang auf Trampel- und Leinpfaden an langen Leinen Barken, Boote und Lastkähne gegen die Strömung flussauf ziehen, sozusagen treideln.

                      
     


Der Bau und Unterhalt der Treidelpfade sowie der Treideldienst waren überörtlich organisiert. Treidelknechte zogen an langen Seilen, die an einem Mast am Vorschiff befestigt waren (dem sog. „Treidelmast“), die Schiffe stromaufwärts oder führten ein Zugtier. Die Leinenreiter zogen die Seile von Pferden aus. Dafür saß der Reiter immer einseitig auf dem Pferd, um im Notfall schnell abspringen zu können. Treidelknechte und Leinenreiter führten immer ein scharfes Sichelblatt oder eine Axt bei sich, um die Treidelseile bei Gefahr kappen zu können. Versorgt wurden die Treidler und Pferde in den Treidelstationen. Diese gab es in regelmäßigen Abständen, an denen ein neues Team den Lastkahn übernahm, während sich Treidelknechte und Pferde auf den Weg zum Ausgangsort machten.

In unserer Gegend verliefen die Pfade immer an dem Ufer, an dem in der Regel ein Hafen lag. So waren die Treidelwege zwischen Koblenz und Neuss durchweg linksrheinisch, ab Düsseldorf dann vorwiegend rechtsrheinisch. Durchgehende Verbindungen gab es an und für sich nicht. So musste das Transportgut an unpassierbaren Stellen abgeladen, über Land transportiert und dann auf einen anderen Lastkahn umgeladen werden. Oft wurde das Umladen aber auch einfach durch das Fehlen von Leinpfaden erzwungen.

           
   

Der Leinpfad am Rhein führte um 1800 gegenüber Düsseldorf am linken Rheinufer vorbei. Bedingt durch die kleinen Inseln vor Neuss wurde für eine kleine Strecke auf die rechte Rheinseite gewechselt. Von Grimlinghausen an Stürzelberg vorbei bis zur Piwipp bei Dormagen-Rheinfeld wurden die Schiffe wieder linksrheinisch getreidelt. Dort wichen die Schiffe wegen des seichten Ufers auf die rechte Seite nach Monheim aus. Gegenüber von Hitdorf verlief der Leinpfad dann ungehindert bis Köln auf der linken Rheinseite. Von Amsterdam, dem wichtigsten Handelsplatz der Welt im 17. Jahrhundert, fuhren bis Anfang des 19. Jahrhunderts die breiten Beurtschiffe (Samoreusen) bis Köln. Diese Schiffe wurden von bis zu 30 Pferden gezogen. Eine solche Fahrt dauert je nach Windstärke 2 bis 6 Wochen. Auf diesen über Sand, Lehm und Geröll führenden „Einbahnstraßen“ konnte der Verkehr nur - wie im Gänsemarsch - in Abständen nacheinander erfolgen. Wie das Uferwechseln war auch ein Überholen anderer Lastkähne bei hochgehobenen bzw. tief ins Wasser gesenkten Zugleinen ein gefährliches, oft mit Unfällen verbundenes Manöver.

                                                                     
   

Das Treideln war eine harte Arbeit, besonders für die Pferde. Um ausreichend Kraft auszuüben, mussten diese jeweils leicht schräg und vom Wasser abgewandt ziehen, sodass die Tiere „nach und nach schief" wurden. Kaum ein Pferd war länger als 4 oder 5 Jahre zu gebrauchen. Aber auch für die Leinenreiter und Treidelknechte war das Treideln ein harter Job. Aber immer noch besser, als selbst die Lastkähne ziehen zu müssen. Und das mussten sie immer dann, wenn besonders schwere Lastkähne gegen die Strömung zu bewegen waren. Dann kamen manchmal mehrere Hilfskräfte zusammen, die den Transport mit Stangen und Ketten unterstützten und oft mit den Pferden zusammen an den Seilen zerrten. In einer kurzen Übergangszeit wurden an manchen Stellen des Rheins Dampfmaschinen mit Winden anstelle von Gespannen eingesetzt. Wo der Fluss wenige Biegungen machte, brachte man Ketten bis zum Lastkahn, befestigte sie am Bug und zog das Schiff dann mit Dampfkraft zu Berg. Als eiserne Schleppdampfer ab etwa 1850 immer mehr die Transporte auf dem Rhein übernahmen, mussten Treidler und Pferdeknechte den Verlust ihres Gewerbes befürchteten und um ihre Existenz bangen.

                                                                     
   

Die Treidelpfade lagen immer zwischen dem Ufer und dem Deich (sofern vorhanden). Die Nutzung des den ganzen schiffbaren Rhein begleitenden Leinpfades war Fuhrwerken und Viehtreibern gänzlich untersagt. Leider sind nur wenige Leinpfade am Rhein in unserer Region als solche erkennbar. Zwischen Zons und Stürzelberg kann man unterhalb der Deiche noch die alte Wegführung erkennen. Aber an den meisten Stellen sind die teilweise uralten Treidelwege schon bei den diversen Maßnahmen zur Begradigung des Rheins verschwunden. Ob ein Wander- oder Radweg Relikt eines alten Treidelpfads ist, erkennt man daran, dass er unmittelbar am Wasser und unterhalb von Dämmen und Deichen verläuft.

Literaturquellen
Jahrbuch für den Rhein-Kreis Neuss 2004 (2003) des „Kreisheimatbund Neuss e.V.“
Hinweis- und Infotafel Zweckverband Kölner Randkanal (ZKR) 2012, Standort Köln-Worringen, Mündungspark Alter Hafen / Sperrwerk Randkanal

Rainer Bartel: „Treideln - die älteste Transportmethode auf dem Fluss“,
Rhein-Magazin Düsseldorf 2016

Abbildungsnachweise
http://www.erlebnispfad.com › erzaehlstationen / Erzählstation 22 - Wassererlebnispfad von Pulheim zum Rhein
https://de.wikipedia.org › wiki › Treideln
Heimatarchiv Worringen
aus privater Sammlung

Bericht: Manfred Schmidt
heimatarchiv-worringen.de/April 2022

“Wie die Worringer Kölner Bürger wurden”

Heimatarchiv wieder für Besucher geöffnet

 

Am 04. Februar 1922 wurde die Gemeinde Worringen nach Verhandlungen zwischen dem Worringer Bürgermeister Seul und dem Kölner Oberbürgermeister Konrad Adenauer in die Stadt Köln eingemeindet.

Wie diese Verhandlungen zur Eingemeindung, seitens des für seine Schlitzohrigkeit bekannte Konrad Adenauer und des Worringer Gemeinderates zustande kamen und wie die Beschlüsse zur Eingemeindung führten, hierüber berichtet das Worringer Heimatarchiv in einem neuen 12-seitigen DIN A5- Flyer nach Aufzeichnungen von Toni Jägers mit dem Titel “Wie die Worringer Kölner Bürger wurden”.

Alle Vertragsinhalte sind in dem Flyer aufgeführt und sollen dem Worringer Bürger über den Inhalt des Vertrages Klarheit verschaffen. Der Flyer ist für 2,- € im Getränkemarkt Adam, St.Tönnisstraße 134, sowie im Heimatarchiv im Breiten Wall 4 erhältlich.

Der Vorstand des Heimatarchivs weist darauf hin, dass das Heimatarchiv ab Mittwoch, dem 06. April 2022 unter Einhaltung der Maskenpflicht, wieder mittwochs von 17.00 Uhr bis 19.00 Uhr geöffnet ist.

Jakob Mildenberg

Heimatarchiv - Pressereferent

 

Öffnungszeiten Heimatarchiv: Mittwochs 17:00 – 19:00 Uhr

www.heimatarchiv-worringen.de