Sportgruppe aus Dormagen auf „Spurensuche“ in Worringen

 

Es ist sicherlich eher der Fall, dass Worringer ihren Nachbarn Dormagen aufsuchen als umgekehrt. Es gibt aber auch Ausnahmen.

Auf Vermittlung von Frau Elisabeth Fittgen hin, Organisatorin der Sportgruppe in der Gemeinde „St.-Michael“, organisierte das Worringer Heimatarchiv für 16 Teilnehmer eine Führung durch Worringen. Die „Fremdenführer“ Paul Junker, Manfred Schmidt und Hans-Josef Heinz vermittelten auf der Route „En un öm de Kirch von St.-Pankratius“ sowohl die Geschichte als auch Geschichten aus diesem „Veedel“.

                                                                                                           

Das Heimatarchiv bietet Interessenten auf drei verschiedenen Routen Führungen für Gruppen ab 10 Personen an. Auskünfte und Kontakt über Mail:

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Bericht und Fotos: Heimatarchiv Worringen e.V.

Das Team des Heimatarchivs wünscht Ihnen ein
frohes Osterfest.

Die folgenden Grußkarten erhielt das Heimatarchiv von Ilian Sturm. Die teilweise mehr als 100 Jahre alten „Ostergrüße“ stammen aus dem Nachlass seiner Vorfahren der Familie Hüsch (Maxe). Um 1900 betrieb diese Familie in der Pankratiusstraße eine Metzgerei mit Hausschlachtung (siehe Feldpost vom 31.3.1915) und später ein kleines Kolonialwarengeschäft.
Die Texte wurden von den Grußkarten übernommen. Bis 1922 war Worringen eine eigenständige Gemeinde. Im Jahre 1857 wurde für alle Staatsbehörden die Schreibweise „Cöln“ vorgeschrieben; 1919 führte die Stadtverwaltung die K-Schreibweise wieder ein. Die nach dem Worringer Kirchenpatron St. Pankratius benannte Pankratiusstraße hieß im 18. Jahrhundert „ Dickergässchen“ und bis ins 19. Jahrhundert „ Dicker Hütten“ oder „In der Hütte“.

Düsseldorf 26.3.1910
Herrn
Peter Hüsch
Worringen bei Cöln in der Hütte
Fröhliche Ostern wünschen dir nebst Onkel und Geschwistern
Deine Cousine Käthe

 

 


Feldpost 22.4.1916
Herrn Unteroffizier
Georg Hüsch
z.Zt. Worringen bei Cöln a/Rhein
Lieber Georg!
Fröhliche Ostern nebst herzlichen Grüßen an Euch alle von uns allen.
Viele Grüße an Klara und Kinder

 


Feldpost Diez 31.3.1915
An
Pionier Hüsch
Pionier Versuchscompanie - 15. Armee Korps im Felde
Lieber Bruder.
Erhielt soeben Deine Photographiekarte.
Bist ein kräftiger Kerl geworden. Empfange den herzl. Ostergruß.
Bin die Ostertage hoffentlich in Urlaub.
Mit herzl. Lebewohl Dein Bruder Georg - II.Rek.Dny.


Feldpost Worringen 31.3.1915
An
August Hüsch
Minenwerfer Kommando zugeteilt der
Pionier-Vers. Komp. 15 Armeekorps Chor-Pionier
Lieber Schwager.
Wir wünschen Dir ein fröhliches Osterfest. Teile eben mit, dass wir
Deine Karte mit Aufnahme erhalten haben, was uns sehr erfreute.
Dein Bruder Max hat keine Zeit zum Schreiben, er hat viel zu schlachten,
denn wie wir gehört haben, sollen alle Schweine von 100 Kg. an
beschlagnahmt werden.

 

Bericht und Grußkarten Heimatarchiv Worringen e.V.

Nachruf zum Tode von Ludwig Lutz

Ludwig Lutz – ein Worringer Original – ist verstorben

Ludwig Lutz, ein „Wurringer Original“ ist am Samstag, den 01. April im Alter von 89 Jahren verstorben. Bis Mitte des vergangenen Jahres betrieb er auf der St.-Tönnis-Straße ein Installationsgeschäft mit  einer Beratungsqualität von 73 Berufsjahren. Dabei kam es vor, dass er Teile aus eigenen Geräten ausbaute, weil er das entsprechende Ersatzteil ausnahmsweise mal nicht vorrätig hatte.

Es war stets ein Vergnügen, ihn mit seinem „Quetschebüggel“ zu erleben. Er verstand es, wie kaum ein anderer, mit seinem geliebten Instrument Worringer Liedgut und „Krätzjer“ aus längst vergessenen Zeiten gekonnt und äußerst humorvoll darzubieten. In guter Erinnerung sind seine Auftritte in diversen Worringer Lokalitäten an Karneval und anlässlich der vom Heimatarchiv organisierten Anekdötchen- und Kneipenabenden.

Die älteren Worringer werden auch seine Auftritte in 30 Karnevalsbühnenjahren für den Männer-Gesang-Verein in guter Erinnerung haben. Ob als Solist „dä Lud“ oder in Zwiegesprächen wusste er durch seinen unverwechselbaren Humor das Publikum zu begeistern. In Rosenmontagsumzügen überraschte er mit individuellen Kostümierungen.

Mit dem Tod von Lutze Ludwig verliert Worringen eines seiner letzten Originale und das Heimatarchiv einen Zeitzeugen. Immer dann, wenn es um Auskünfte zur Ortsgeschichte ging, war er ein gut informierter Ansprechpartner. Im Fundus des Heimatarchivs befindet sich neben persönlichen Relikten aus seiner „gelebten Fastelovendszick“ auch eine Sammlung seiner legendären Anekdötchen.                                                              

                                                                                               

                                     

                                                                               

Bericht und Fotos Heimatarchiv Worringen e.V.

40jahre „Frisch Auf“
Ausstellung im Heimatarchiv Worringen e.V.


40 Jahre Tambourcorps?! Hey, das sind doch die „Knüppelchensjunge“, die an Karneval immer durch das Dorf laufen, oder? Aber wieso findet denn eine Ausstellung zum 40-jährigen Jubiläum im Heimatarchiv statt? Die machen doch eigentlich nur an Karneval Krach! Was haben die denn dann auszustellen?
So oder so ähnlich wird wohl die ein oder andere Frage lauten, die einige Worringer im Kopf haben werden, wenn sie das Plakat unseres Jubiläumskonzertes sehen, auf dem wir auch für unsere Ausstellung im Heimatarchiv, die vom 26.03.2017 – 03.05.2017 stattfinden wird, werben. Darauf können wir nur antworten: „Es gibt da viele Dinge zu sehen! Sowohl Interessantes, Wissenswertes, aber auch so manches Kurioses, das man sich unbedingt anschauen sollte. Zum Beispiel spielt das Tambourcorps nicht nur an Karneval, auf unserem geliebten Heimatfest, sondern auch den Rest des Jahres mit viel Spaß an der Musik auf den verschiedensten Schützenfesten im Kölner Norden. Manchmal verschlägt es uns auch nach Köln-Dünnwald oder im Zuge des Bundesköniginnentages im Mai und des Bundesfestes im September viel weiter weg, an viele andere schöne Orte der (Erz-)Bistümer Aachen, Köln, Essen, Münster und Osnabrück. Durch die regelmäßige Teilnahme an diesen Veranstaltungen wurde unser Tambourcorps im Jahre 2008 sogar mit dem Titel „Bundestambourcorps“ durch den Bund der Historischen Deutschen Schützenbruderschaften ausgezeichnet. Dort erkennt man uns dann immer sofort an unserer grauen Uniform. Jedoch war dies nicht immer die Farbe des Vereins. Das Tambourcorps entstand 1977 aus der Großen KG und trug somit die ersten Jahre auch eine rote Uniform. Dies hat sich dann im Jahr 1988 zu unserer grauen Uniform geändert. Das ist aber nicht die einzige Veränderung im Laufe der 40-jährigen Vereinsgeschichte. Seit 1994 findet jedes Jahr innerhalb unserer Reihen ein Zugkönigschießen statt, welches immer vor dem ersten Schützenfest auf dem Schützenplatz in Horrem stattfindet. Dabei wurden bereits viele Mitglieder Zugkönige, die sich im Club der Könige zusammengeschlossen haben. Seit dem letzten Jahr hat das Tambourcorps nun auch seine erste Zugkaiserin, die den Vogel bereits zum dritten Mal abgeschossen hat.
Neben unseren Auftritten zur Karnevals- und Schützenfestsaison spielen wir auch ehrenamtlich bei unterschiedlichen anderen Anlässen, wie z. B. St. Martin in Schulen und Kindergärten oder auch in der Adventszeit auf Weihnachtsmärkten und auf Weihnachtskonzerten.
Aber in den letzten Jahren haben sich vor allem auch die Noten der Lieder, die wir das ganze Jahr über einstudieren, und die Ausbildung der „Anfänger“ in unserem Verein entscheidend verändert. So wurde das Repertoire an Musikstücken für alle Instrumente auf Papier gebracht. Zudem sind in den letzten Jahren mehrere Lehrgänge für die verschiedenen Instrumente entwickelt worden und sind besonders im Zuge der Jugendausbildung im Einsatz, so lernen zum einen die Flötenanfänger seit letzten Jahr nach einem neuen Lehrgang das Spielen der Ces-Flöte und seit diesem Jahr haben wir auch Anfänger bei den Percussion-Instrumenten, die nach dem neuen Lehrgang für die Schlagwerker erst einmal den Rhythmus lernen, den sie später für den Einsatz an Pauke und Becken benötigen.

Aber dies und auch andere Dinge sehen sie sich am besten selbst auf unserer Ausstellung im Heimatarchiv in Worringen an. Unter anderem sehen sie auch dort unsere Vereinsgeschichte nicht nur in geschriebenen Wort wie hier, sondern auch in Bildern, die meist mehr sagen, als ein solcher Artikel.

Wir freuen uns auf sie und verbleiben mit dreimal „Frisch Auf“

 

Bericht: Sandra Jansen

Foto:     Siegfried Weigl

Besuch von Kindern der evangelischen Kirchengemeinde im Heimatarchiv

 

„Heimat“ war das Thema beim Kindermorgen am 18. März 2017, dem monatlichen Kindergottesdienst der evangelischen Kirchengemeinde, der immer mit einem Frühstück beginnt und dann neben einer biblischen Geschichte auch etwas Spielerisches oder Kreatives beinhaltet. Und da lag es natürlich bei diesem Thema nahe, auch das Worringer Heimarchiv zu besuchen. Zwischen der Eingangsfrage von Herrn Heinz: „Kinder, was ist denn eigentlich Heimat?“ und der Schlussbemerkung von Pfarrer Hofmann-Hanke: „Wenn Ihr mal Omas und Opas seid, dann könnt Ihr ja auch von früher erzählen, wie Ihr da gelebt habt in Worringen – und vielleicht erinnert Ihr Euch dann auch an das Heimatarchiv, in dem die Geschichte Worringen erlebbar wird.“ Es gab viele Informationen über die vielerlei Schätzchen, die es in den Ausstellungsräumen neben der Post jeden Mittwoch von 17 – 19 Uhr zu besichtigen gibt. Dabei wurde deutlich, wie wertvoll es ist, wenn die Generationen in gutem Kontakt miteinander sind, ist es doch immer wieder schön, wenn ein Kind berichten kann, was es über das frühere Leben von Opa und Oma gehört hat. Vielen Dank an Herrn Heinz und Herrn Lange, die das Gespräch so geführt haben, dass es für die Kinder interessant war.

                                                                

 

Bericht: Volker Hofmann-Hanke

Foto: Heimatarchiv Worringen e.V.

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