Kannste Kölsch?
Teil 17 und letzter Teil

 

Der Worringer Pädagoge und Heimatforscher Toni Jägers (+) vermerkt in seinem „Worringer Heimatbuch“ folgende Meinung:
„Wer kein Platt kann, dem fehlt etwas. Menschen ohne Mundartkenntnisse fehlt eine Dimension in ihrem Heimatverständnis“
Das Heimatarchiv wird in Serie „Kölner Sprachgut“ veröffentlichen. Grundlage ist die Niederschrift von Prof. Dr. Adam Wrede.
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Undauch: Taugenichts; übler Junge.
Unfazung: unschöne Form, unanständige Manieren.
usheische: aus- und beschimpfen.
usknuve: etwas mit Geschick und Überlegung fertigbringen.
uskrose: auskramen, ausmausen.
uuze: foppen, necken.
Vattermörder: Vatermörder; hochgestellter steifer Hemdkragen.
verkrose: verlegen. „Wo maach die dat widder verkros han, et es nirjens ze fenge“.
verschängeleere: etwas verunstalten.
vörwetzisch: vorwitzig, neugierig.
Vörwetznas: Vorwitznase, auf Kinder und Erwachsene bezogen.
Vrängel: derber Knüppel, übertragen starker robuster Mensch.
Wibbelstätz: unruhiger Mensch; besonders auf Kinder bezogen.
Windbüggel: Windbeutel, Gebäck mit Sahne gefüllt; auch „Dormagener“!
Wöbche: Kleidungsstück. „Wat häs do dann för e Wöbchen an“?
Wooschbröh: Wurstbrühe, wobei die Brühe als Suppe verwertet wird. (lecker!!)
wooschtele: ohne Plan arbeiten und wirtschaften.
Zabel: Säbel.
Zacheies: Bemerkung: ohne Erläuterung, Kirmeseröffnung besuchen!
zackerlot: auch zapperlot. Ausruf bei Verwunderung.
Zaldat: Soldat. Bemerkung: So nannte mich mein Großvater Dachdecker Johann Sturm.
Zantipp: bösartige, streitsüchtige Frau.
Zapper: Zapfbursche im altkölnischen Ausschankraum.
Zaus: Soße, Brühe. „Wat en lecker Zaus, die künnt ich su drinke“.
Zibbedeies: schwächliche, feige, närrische Person.
zoppe: tunken. Brotrinde in Flüssigkeit eintauchen.
Zorteer: Sortierung. „Dat es ne Zorteer en dem Hus, do jeit et drunger un drüver“.

( geschrieben von Hans-Josef Heinz)

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