100 Jahre Eingemeindung von Worringen nach Köln Ortsführung des Heimatarchiv-Teams begeisterte Teilnehmer

Es war eine der unzähligen Ortsführungen, die das Team des Heimatarchivs in den vergangenen Jahren durchgeführt hat und nach langer Coronapause hatten Jupp Heinz und Paul Junker wieder richtig Spaß daran, einer Gruppe interessierter Bürger die historischen Begebenheiten der Eingemeindung von Worringen nach Köln vor genau 100 Jahren näher zu bringen.

Rund 40 Teilnehmer fanden sich in der „Herrlichkeit von Worringen“, so der historische Name des Fronhofs, ein und lauschten zunächst den Einführungen von Jupp Heinz und Paul Junker, die wie so oft natürlich in „dr Muttersproch“, also auf Kölsch-Platt vermittelt wurden.

Gekonnt und mit viel Witz erzählten sie über historische Begebenheiten, wie die Entstehung der Ortsbereiche wie „de Hött“ oder „de Taatsch“, oder über den Einfluss der katholischen Kirche im Ort, der seinerzeit mehr als die Hälfte des Worringer Grundbesitzes gehörte. Erst durch den Einfluss der Franzosen, änderten sich die viele Besitzstände im Ort und die Bauern und Bevölkerung wurden selbstständiger. Unzählige kurzweilige Anekdoten aus vergangenen Zeiten begeisterten die Zuhörer und nach einem kurzen Spaziergang, vorbei an Sankt Pankratius und den Gutshöfen im Ortskern, endete die Führung am ehemaligen Worringer Rathaus in der Sankt-Tönnis-Straße 85.

Hier wurde dann über Einzelheiten der Entstehung der Eingemeindungsgedanken seitens der Bürgermeister Seul (Worringen) und Dr.Adenauer (Köln) vermittelt.

In historischer Kleidung und viel Humor gelangen Jupp Heinz und Paul Junker, die in die Rollen der damaligen Bürgermeister schlüpften, ein Dialog, wie er vor 100 Jahren hätte stattgefunden haben können. Hierbei spiegelte Paul Junker gekonnt die Schlitzohrigkeit des damaligen Kölner Oberbürgermeisters, Dr. Konrad Adenauer, wider und am Ende des Dialoges wusste man, dass auch der Worringer Bürgermeister Seul schlitzohrig genug war, von der Eingemeindung nach Köln auch privat zu profitieren. Die vielen Versprechungen von damals und das was dann davon übrig blieb, war nicht allen Zuhörern bekannt und so wurde nicht nur gelacht, sondern oft auch ungläubig gestaunt. Es war so nach rund 1 ½ Stunden eine sehr gelungene Veranstaltung und die 40 Zuhörer verabschiedeten sich mit viel Beifall beim Team des Heimatarchivs.

Somit endete eine der zahlreichen Ortsführungen, die immer wieder begeisterte Zuhörer finden.

Der 14-seitige Flyer zum Thema „Wie die Worringer Kölner Bürger wurden“ ist weiterhin für lediglich 3,- € an den bekannten Verkaufsstellen und im Heimatarchiv erhältlich.

 

 

Text und Foto: Jakob Mildenberg