Basaltkreuz Pfarrer Johannes Greiß

Links von den Pastorengräbern am Hochkreuz auf dem Worringer Friedhof befindet sich die Ruhestätte des Prälaten Johannes E. Hackenbroich, des Pfarrers Hubert Hinkens und des Pfarrers Johannes Greiß.

Die das Grab bedeckende Granitplatte zeigt oben das heilige Opfer (das Sinnbild des Abschneidens und Kelterns der Weintraube, bevor sie zu Wein wird, und das heilige Brot entspricht dem irdischen Leben und Sterben) sowie das Christuszeichen, Fische (Zeichen des christlichen Lebens) und Ähren (Auferstehungszeichen, Sinnbild der Lebensernte). Das 1,80 Meter hohe Basaltkreuz, gestaltet von Steinmetz- und Bildhauermeister Hilar Schwarz, hat folgende Inschrift:


     IM KREUZ IST HEIL

Das Steinkreuz stand anfänglich vor dem ehemaligen Elternhaus des Pfarrers Johannes Greiß an der Ecke St.-Tönnis-Str. 106 / Westerburgstraße, welches am 24. Februar 1983 in Erinnerung an dem Tag seines goldenen Priesterjubiläums eingeweiht wurde. Eine weitere Inschrift auf dem Kreuz lautete:

ZUR

ERINNERUNG

AN DEN

24. FEB. 1983

GOLDENES PRIESTER-

JUBILÄUM

DES AUS

WORRINGEN

STAMMENDEN

PASTORS

JOHANNES

GREISS

Infolge einer Einfriedung des gesamten Vorgartens wurde das Basaltkreuz von der St-Tönnis-Straße auf den Worringer Friedhof versetzt. Die Inschrift zur Erinnerung an das Priesterjubiläum ist nicht mehr erkennbar.

Johannes Greiß, ein Sohn des Worringer Schneidermeisters Wilhelm Greiß, wurde am 10. August 1907 in der Bergerstraße (heute St.-Tönnis-Straße) geboren. Am 24. Februar 1933 empfing er im Hohen Dom zu Köln die Priesterweihe. Johannes Greiß hatte seine erste Kaplanstelle bis 1938 in Kendenich-Kalscheuren inne, von 1938 bis 1947 war er als Kaplan an St. Marien in Bad Godesberg tätig. Er wurde danach als Pfarrer Krankenhausseelsorger an den Städtischen Krankenanstalten in Köln-Merheim, von wo er 1961 an das Dormagenstift in Köln-Weidenpesch berufen wurde. Er verstarb am 21. Juni 1999.

 

Manfred Schmidt, April 2012

Literaturquellen

Toni Jägers: „Köln-Worringen in Geschichte und Geschichten“, Köln 1985